Die soziale Lage der Muslime in Indien

Jamal Malik

Abstract


Der im Folgenden dargestellte Bereich der indischen Gesellschaft ist hierzulande in den Medien und auch im wissenschaftlichen Betrieb sträflich vernachlässigt worden, und dies, obwohl zwischen muslimischen Kulturträgern und Hindus seit dem 10. Jahrhundert tiefgreifende Wechselbeziehungen bestehen, die sowohl das Hindutum als auch den Islam in Indien nachhaltig geprägt haben. Hier sind sich, wie anderswo auch, Minderheit und Mehrheit begegnet, haben sich gegenseitig ergänzt und konzeptualisiert und daher stets ein kulturelles und sehr komplexes Ensemble gebildet. Bei dieser Interaktion kann man Gruppenbildungsprozesse identifizieren, die religiös interpretiert werden und die je nach Interessenlagen der Gruppen variieren können. Religiosität - einerlei ob Islamizität oder Hinduismus - wird dabei zum sprachlichen und symbolischen Ausdruck verschiedener Verhandlungsprozesse zwischen Mehrheit und Minderheit, die Religion wird zum Interpretationsrahmen gesellschaftlicher Realität. Das heißt aber auch, dass das religiöse Repertoire funktional ist und sich also dem Kontext anpasst

Schlagworte


Indien; Religionsgemeinschaft; Muslime; Soziale Position; Religion; Kastensystem; Familie; Identität

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DOI: http://dx.doi.org/10.11588/ijb.2000.0.1190

URN (PDF): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-ijb-11907

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ISSN: 2511-4514 (Internet)

ISSN: 1436-1841 (Druck)