Seemacht Indien? Ein Jahr nach der Veröffentlichung der neuen Marinedoktrin

Peter Lehr

Abstract


Die Frage nach der „Seemacht Indien“ wurde schon oft gestellt und kontrovers diskutiert. So glaubten beispielsweise zu Beginn der 1990er-Jahre einige Beobachter, dass sich Indien bis zum Jahr 2000 zu einer solchen entwickeln werde. Einige wagten sogar die Prognose, dass die indische Marine bis dahin einen Hochseekrieg im Indischen Ozean führen – und gewinnen – könne.1 Diese Prognosen sind nicht eingetreten. Inzwischen haben sich jedoch die innen- und außenpolitischen Rahmenbedingungen Indiens nach dem Ende des Kalten Krieges grundlegend geändert. Ein Jahr nach der Veröffentlichung der langerwarteten indischen Marinedoktrin2 im April 2004 ist es daher an der Zeit, die Frage nach einer „Seemacht Indien“ erneut zu stellen. Im Folgenden wird der Artikel die Frage nach der – viel diskutierten – „maritimen Tradition“ Indiens aufwerfen, die geopolitischen und geoökonomischen Interessen Indiens aus einer maritimen Sicht beleuchten und sodann versuchen, auf der Basis der neuen Doktrin und der aktuellen Beschaffungsvorhaben eine Prognose für die nahe Zukunft aufzustellen. Zunächst aber ist es unverzichtbar, den Begriff Seemacht zu definieren.

Schlagworte


Indien; Militärischer Verband; Marine; Innenpolitische Faktoren; Sicherheitspolitische Faktoren; Außenpolitische Faktoren; Südostasien; Pazifischer Raum; Region Arabisch-Persischer Golf; Seemacht

Volltext:

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DOI: http://dx.doi.org/10.11588/ijb.2005.0.1498

URN (PDF): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-ijb-14980

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ISSN: 2511-4514 (Internet)

ISSN: 1436-1841 (Druck)