Die Reform der Gemeindefinanzen in Indien und Pakistan

Wolfgang-Peter Zingel

Abstract


Die 73. und 74. Verfassungsänderung in Indien2 und die Diskussionen um die Aufteilung der Finanzen zwischen Föderation, Provinzen und Distrikten in Pakistan3 sind Zeugnisse davon, dass die Bedeutung lokaler Selbstverwaltung in Südasien zunehmend anerkannt wird. Die umfangreiche einschlägige Literatur zum Thema lokale Selbstverwaltung ist aber vor allem den historischen, politischen und juristischen Aspekten gewidmet.4 Über die wirtschaftlichen Aspekte wurde weniger geschrieben,5 obwohl eine Subsidiarität, die diesen Namen verdient, nicht möglich ist, solange die lokale Verwaltung nicht von lokal gewählten Gremien kontrolliert wird, die sowohl ermächtigt als auch verpflichtet sind, die finanziellen Mittel, die sie verteilen, auch selbst zu erheben und ihren Bürgern aufzuerlegen. Das Ziel dieser kleinen Studie ist deshalb herauszufinden, a) inwieweit die Institutionen lokaler Selbstverwaltung (local bodies) deutschen Gemeinden entsprechen und was sie im südasiatischen Kontext bedeuten, insbesondere unter wirtschaftlichen und finanzwirtschaftlichen Gesichtspunkten,
b) wie die Dienste, die die Gemeinden und Gemeindeverwaltungen üblicherweise in den reicheren, industrialisierten Ländern bereitstellen, in den Ländern Südasiens organisiert und finanziert werden und
c) in welchem Umfang diese Gemeinden und Gemeindeverwaltungen eine bedeutendere Rolle im Entwicklungsprozess der Region übernehmen können.

Schlagworte


Indien; Pakistan; Gemeinde; Öffentliche Finanzpolitik; Historische Faktoren; Finanzreform; Himachal Pradesh; Fallstudie

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DOI: http://dx.doi.org/10.11588/ijb.2005.0.1505

URN (PDF): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-ijb-15058

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ISSN: 2511-4514 (Internet)

ISSN: 1436-1841 (Druck)