UNCTAD III - Eine Konferenz der "kleinen Resultate" in einer Entwicklungsdekade der "Großen Pläne"

  • Theodor Dams (Autor/in)

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Abstract

Im April/Mai 1972 fand in Santiago/Chile die UNCTAD Ill-Konferenz statt. Gegenüber den früheren Tagungen (1964 in Genf; 1968 in New Delhi) war die Ausgangstage für erfolgreiche Verhandlungen weitaus ungünstiger. Der vorgelegte Beitrag befaßt sich daher besonders mit der unbefriedigenden Entwicklung des Wirtschaftswachstums in den Ländern der Dritten Welt, ihrer unzureichenden Beteiligung am Welthandel und den enttäuschenden finanziellen Leistungen der westlichen Industrieländer. Weiterhin werden die Positionen einzelner Entwicklungsländer, der EWG-Staaten, der USA sowie der UdSSR und der VR China analysiert. Nur vor dem Hintergrund dieser Sachverhalte können die Resultate der Konferenz beurteilt werden, die angesichts der großen Pläne zu Beginn der Zweiten Entwicklungsdekade als wenig befriedigend angesehen werden müssen; im Hinblick auf die wirtschaftlichen Schwierigkeiten westlicher Industrieländer kann als Positivum gewertet werden, daß die befürchtete Konfrontation ausblieb und UNCTAD III nicht zu einer „Konflikt-Konferenz“ wurde. Die Tatsache, daß der Institution UNCTAD zukünftig bei den Fragen der Weltwährungsordnung und des Welthandels seitens der westlichen Industrieländer ein Recht auf Mitberatung zugestanden wurde, dürfte dabei entscheidend mitgewirkt haben.

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Veröffentlicht
2018-02-28
Sprache
de