Wandlungen eines Entwicklungsdienstes. Anmerkungen zur Diskussion über die Entwicklung und Zukunft des DED

  • Jan-Derck Reinders (Autor/in)

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Abstract

Kirchen und private Organisationen wirkten in den fünfziger Jahren bahnbrechend für die Idee des freiwilligen Dienstes für Entwicklungsländer. Erst ab 1961 begannen die Regierungen der Industriestaaten unter dem Einfluß des Peace Corps vergleichbare Organisationen zu gründen oder zu fördern. Im Deutschen Entwicklungsdienst (DED) standen Grundsätze des Freiwilligendienstes bald in Konkurrenz zu Kriterien der Technischen Hilfe, die ihrerseits technischer Effizienz und praktischer Ausbildung den Vorrang vor der Einsicht in fremde Gesellschaftsordnungen und der Verhaltensänderung in Übersee wie auch bei uns zumaßen. Zweifel der Entwicklungshelfer an der politischen Motivation ihrer Organisation führten zu einem neuen politischen Selbstverständnis des DED, das aber dann seinerseits Mißtrauen bei einem Teil des Parlaments und der Massenmedien weckte. Die gegenwärtige Diskussion konzentriert sich auf zwei Alternativen: Soll der DED sich in Zukunft darauf beschränken, Juniorfachkräfte zu entsenden, oder soll er ein Entwicklungsdienst bleiben, der auf die Ziele internationaler Verständigung und Zusammenarbeit und einer gleichrangigen Entwicklungsarbeit in beiden Welten mehr Wert legt als bisher? Der Verfasser setzt sich — angesichts der Haltung der deutschen Jugend und der Urteile von Vertretern der Entwicklungsländer — für die zweite Lösung ein.

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Veröffentlicht
2018-02-28
Sprache
de