Infrastrukturausgaben in Japan. Zum Problem des Sozialen Gleichgewichts in der modernen Industriegesellschaft

  • Udo Ernst Simonis (Autor/in)

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Abstract

„Neuer Wirtschafts- und Sozialentwicklungsplan“ (1970—1975) ist derTitel des mittelfristigen, „Neuer Umfassender Nationaler Entwicklungsplan“ (1965—1985) der des langfristigen Entwicklungsplans Japans; mit „Investitionen für das Jahr 2000“ und „Wohlstand — zweite Runde“ wurden die Eindrücke von der letzten Tagung des Vereins für Socialpolitik und die Notwendigkeiten der Wirtschaftspolitik in der Bundesrepublik Deutschland zusammengefaßt. Beide Deklarationen und Forderungen beinhalten im wesentlichen das, was man das Infrastrukturproblem der Marktwirtschaft oder das Problem des Sozialen Gleichgewichts in der Industriegesellschaft nennen kann. Die Wirtschaftspolitik Japans und der BRD, wie auch die anderer Volkswirtschaften westlicher Prägung, ist neuerdings dadurch gekennzeichnet, daß sie die Lenkung des wirtschaftlichen Geschehens durch den Markt durch eine bewußte Niveau- und Struktursteuerung zu ergänzen versucht; sie zieht damit eine praktische Konsequenz aus der Einsicht, daß die marktwirtschaftliche Steuerung in bezug auf die Realisierung eines gesamtwirtschaftlichen Optimums nicht nur ergänzungsbedürftig, sondern auch ergänzungsfähig sei. Doch während inzwischen das konjunkturpolitische Instrumentarium wirksam ausgebaut wurde, läßt sich dies für den Bereich der Struktursteuerung keineswegs sagen, insbesondere angesichts der vorliegenden Ergebnisse und Tendenzen im Bereich der Infrastruktur.

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Veröffentlicht
2018-02-28
Sprache
de