Probleme der internen und externen Entwicklungsfinanzierung in Afghanistan

  • Hans-Bernd Schäfer (Autor/in)

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Abstract

Afghanistan muß zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt gerechnet werden. Trotz relativ hoher Entwicklungshilfeleistungen pro Kopf ist es in den letzten fünfzehn Jahren nicht gelungen, einen Wachstumsprozeß in Gang zu setzen, der nennenswert über der Zuwachsrate der Bevölkerung liegt; diese wird auf etwa 2°/o p.a. geschätzt, die Zuwachsrate der realen Produktion dagegen auf etwa 3% im Durchschnitt der letzten 10 Jahre1. Man kann davon ausgehen, daß ein großer Teil der Bevölkerung am physischen Existenzminimum lebt. Nach einer Untersuchung von Ludolf Fischer ernähren sich in der Stadt etwa 75%, auf dem Land 95% der Einwohner ganz überwiegend von Fladenbrot und gesüßtem Tee. Nach Berechnungen der UNO hat sich die Ernährungslage in den letzten 10 Jahren verschlechtert. Während der tägliche Pro-Kopf-Verbrauch von Kalorien in den Jahren 1961/62 noch mit 2036 angegeben wird, lag er 1966 nur noch bei 19473. In den Dürrejahren 1969—71 hat sich die Nahrungsmittelversorgung katastrophal verschlechtert.

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Veröffentlicht
2018-02-28
Sprache
de