Zur Globalisierung in Indien

  • Beate Kruse (Autor/in)

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Abstract

Traditionell gesehen gehört Indien zu den Ländern mit der höchsten Protektionsrate. Nach Erreichen der politischen Unabhängigkeit 1947 strebte die indische Regierung unter J. Nehru auch die Eigenständigkeit auf allen wirtschaftlichen Gebieten an. Sie entschied sich für ein Entwicklungsmodell der „mixed economy“ mit starkem staatlichen Einfluss sowie für die Abkoppelung vom Weltmarkt. Im außenwirtschaftlichen Bereich wurde dieses Modell durch eine konsequente Importsubstitutionspolitik umgesetzt. Hohe Zollmauern und ein kompliziertes und aufwendiges Lizenzvergabesystem schützten heimische Industrien vor ausländischer Konkurrenz. Eine restriktive Investitionspolitik gegenüber multinationalen Unternehmen, z.B. in Form des Foreign Exchange Reserve Act, begrenzte durch die selektive Öffnung des Außenhandels den ausländischen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung Indiens auf ein entwicklungspolitisch notwendiges Minimum. Dennoch blieb Indien global orientiert und versuchte einen bedeutenden Platz auf der weltpolitischen Bühne einzunehmen. Im 21. Jahrhundert möchte Indien sein vorhandenes wirtschaftliches Potenzial weiter ausschöpfen. Es erhebt den Anspruch auf eine größere internationale Bedeutung und strebt an, sich zu einem der größten Global Players in einer multipolaren Welt zu entwickeln.

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Veröffentlicht
2017-03-15
Sprache
de
Beitragende/r oder Sponsor
GIGA
Schlagworte
Indien; Wirtschaftspolitik; Globalisierung; Liberalisierung; Außenwirtschaftspolitik; Vergleich; Volksrepublik China