Die indische Wirtschaft im Überblick

  • Beate Bergé (Autor/in)

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Abstract

Von dem anhaltend hohen Wirtschafts- und Exportwachstum beflügelt, zog die BJPRegierung unter Vajpayee selbstbewusst mit dem Wahlslogan „Shining India“ in den Wahlkampf für die vorverlegten Parlamentswahlen im April 2004. Dennoch errang die Kongresspartei unter der Führung ihrer unterschätzten und umstrittenen Präsidentin Sonia Gandhi völlig überraschend mit 142 Sitzen einen knappen Wahlsieg, während die BJP-Regierung ein Drittel ihrer bisherigen Mandate verlor. Damit löste die Kongresspartei die BJP als stärkste Einzelpartei ab und stellt nun mit den verbündeten Regionalparteien eine Koalitionsregierung. Die überraschende Abwahl der wirtschaftsfreundlichen BJP ist vielschichtig zu begründen, ist wohl aber in erster Linie darauf zurückzuführen, dass die bisherigen Reformerfolge eher die aufstrebende städtische Mittelschicht begünstigten und nicht der Armutsbevölkerung in den ländlichen Gebieten zugute kam. Mit einer zunehmenden Einkommenspolarisierung und einer wachsenden Kluft zwischen den wirtschaftlich schwachen und armen Bundesländern im Norden und den dynamischeren reichen Bundesländern im Süden wuchs besonders unter der ländlichen Armutsbevölkerung der Unmut über den Reformkurs der Regierung, der seinen Ausdruck in den erdrutschartigen Wahlverlusten der BJP-Regierung fand.

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Veröffentlicht
2017-04-06
Sprache
de
Beitragende/r oder Sponsor
GIGA
Schlagworte
Indien; Wirtschaftspolitik; Wirtschaftliche Entwicklung; Öffentliche Finanzpolitik; Außenhandel; Außenhandelspolitik; Währungspolitik; Deutschland