Hochzeit der Kollaborateure – Für die philippinische Elite bedeutete der Zweite Weltkrieg keinen Verlust, sondern lediglich Rochaden ihrer Macht

  • Rainer Werning (Autor/in)

Identifier (Artikel)

Abstract

»Von allen Kriegshauptstädten erlitt nur Warschau höhere Schäden als Manila.« General Dwight D. Eisenhower (Smith 1958)

So rasch es den japanischen Truppen gelungen war, die Philippinen um die Jahreswende 1941/42 militärisch zu besetzen und dort ein ihnen gefügiges Regime unter Jose P. Laurel zu installieren, so gering blieben ihre Chancen, »Hirne und Herzen« der Bevölkerung zu gewinnen und sich auf den Inseln dauerhaft festzusetzen. Aufgrund landesweiter Proteste und bewaffneten Widerstands waren die neuen Machthaber in Manila nicht einmal in der Lage, das Hauptnahrungsmittel Reis ausreichend produzieren zu lassen, geschweige denn die Preise dafür halbwegs stabil zu halten. Je länger der Krieg dauerte, desto brutaler  wurden die Methoden, Reis einzutreiben. Was nicht in die Hände der japanischen Armee gelangte, landete auf dem Schwarzmarkt.

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Veröffentlicht
2018-12-13
Sprache
de